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Gicht und die richtige Ernährung

Posted on 22. November 2013 in Ernährung

Gicht, welche auch als Urikopathie bezeichnet wird, ist eine Purin-Stoffwechselerkrankung.

Diese Krankheit zeichnet sich dadurch aus, dass vorwiegend in den Gelenken der Füße und der Hände Harnsäurekristalle abgelagert werden. Später kommt es zu Knorpelveränderungen, welche mit erheblichen Schmerzen verbunden sein können. Die Krankheit verschlechtert sich nicht konstant, sondern verläuft in Schüben. Unbehandelt werden in der Folgezeit die Nieren angegriffen und am Ende steht das Nierenversagen. In den meisten Fällen ist Gicht auf eine Nierenfunktionsstörung zurückzuführen.

Bei Gicht ist unbedingt eine ärztliche Behandlung erforderlich, wo entzündungshemmende Medikamente verordnet werden. Zusätzlich bekommen die Patienten ein Mittel gegen die Schmerzen. Alle Medikamente sind genau

richtige Ernährung bei Gicht

Die richtige Ernährung bei Gicht ist sehr wichtig wie z.B. prinarmes Obst oder Gemüse.

nach den Anweisungen des Arztes einzunehmen, um einen Gichtanfall zu verhindern. Bei einem Gichtanfall treten plötzlich in den geschädigten Gelenken starke Schmerzen auf. Unbehandelt bleiben diese Symptome etwa 3 Tage bestehen, bis die Schmerzen nachlassen. Deshalb sind für diesen Fall die vorgesehenen Schmerzmittel einzunehmen.

Damit mit der Krankheit in erträglichen Maß gelebt werden kann, ist unbedingt eine Ernährungsumstellung erforderlich. Die Patienten können ein breites Spektrum an Lebensmitteln essen, doch es gibt einige Produkte, auf welche besser verzichtet werden sollte. Oft ist bei Gicht von purinarmer Kost die Rede. Purine werden vom menschlichen Körper selbst produziert und sind wichtige Bausteine bei den Nukleinsäuren. Auch im Fleisch von Tieren sind Purine zu finden, welche über die Ernährung in den menschlichen Körper gelangen. Bei einem gesunden Menschen werden diese überschüssigen Substanzen über die Nieren wieder ausgeschieden. Erst wenn die Nieren nicht so arbeiten, wie sie sollen, gibt es gesundheitliche Probleme. Harnsäurekristalle lagern sich in den äußeren Extremitäten ab und es kommt zur Gicht.

Bei der Ernährung wird in erlaubte und unerlaubte Lebensmittel unterschieden.
Erlaubt sind eiweißreiche Lebensmittel wie beispielsweise Milchprodukte und Eier. Von den Fleischprodukten darf Rinderbrust gegessen werden, doch die Menge sollte nicht zu üppig ausfallen. Von den Fischen dürfen Räucheraal und Scholle auf den Teller kommen. Gemüse und Obst sind durchweg purinarm und kann deshalb reichlich gegessen werden. Besonders wichtig ist, dass täglich mindestens 2,5 Liter an Flüssigkeit getrunken werden, denn dadurch wird die Harnsäure besser aus den Nieren herausgespült. Als Getränke sind alle Sorten von Tee empfehlenswert und auch Mineralwasser erfüllt seinen Zweck. Auf alkoholische Getränke sollte verzichtet oder nur in kleinen Mengen zu sich genommen werden.
Purinreiche Lebensmittel sind beispielsweise:
• Ölsardinen
• Hefe
• Forelle
• Schweineschnitzel
• Schinken
• gekochte Erbsen
• Nüsse

Wer an Gicht erkrankt ist, sollte sich einen Ernährungsplan aufstellen, damit eine abwechslungsreiche Kost auf den Tisch kommt. Es gibt viele Rezepte, welche speziell auf purinarme Kost zugeschnitten wurden. Besonders wichtig für die Betroffenen ist, dass die Ernährung wirklich geändert wird. Essen die Patienten in gewohnter Form weiter, so haben in diesem Fall die verordneten Medikamente nur eine begrenzte Wirkung. Es kann mit Tauziehen verglichen werden. Die Medikamente ziehen auf der einen Seite und die schlechte Ernährung arbeitet am anderen Ende. Die Wirkung ist fast damit gleichzusetzen, als wenn ein Patient die Krankheit komplett ignoriert.

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