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Divertikulitis Ernährung

Posted on 27. November 2013 in Ernährung

Was sollte bei der Ernährung bei Divertikulitis beachtet werden?

Divertikel sind Ausstülpungen der Darmwand, die in der Regel harmlos sind. Sie können jedoch zu starken Beschwerden führen, wenn sie sich entzünden. Diese Krankheit bezeichnet man dann als Divertikulitis.

Nahrungsmittel während der Erkrankung

Divertikulitis Ernährung

Eine leichte Kost ist bei der Ernährung bei Divertikulitis von Vorteil.

Bei einer schwerwiegenden Entzündung, sollte man 1 bis 2 Tage nur trinken, bis sie etwas abgemildert ist. Oft ist in diesem Stadium der Krankheit auch ein Krankenhausaufenthalt notwendig. Hier wird der Patient dann durch Infusionen ernährt. Danach sollte für einige Zeit nur eine leichte ballaststoff- und fettarme Nahrung zu sich genommen werden. Denn der Darm muss geschont werden, bis die Divertikulitis abgeklungen ist. Empfehlenswerte Nahrungsmittel hierfür sind:

  • ungesüßter Kräutertee
  • Zwieback ohne Zucker
  • klare fettarme Brühen
  • Gemüsebrei (Spinat, Kürbis, Zucchini)
  • Obstmus
  • magerer Joghurt

Das Essen sollte weder zu heiß noch zu kalt sein. Scharfe Gewürze und sehr süße Speisen sollten gemieden werden. Am Besten nimmt man mehrere kleine Mahlzeiten im Laufe des Tages zu sich. Es versteht sich von selbst, dass man sehr fettige Speisen sowie Kaffee und Alkohol meidet.

Vorbeugende Maßnahmen
Wenn die Entzündungen abgeklungen sind, sollte man sich vorbeugend auf eine ballaststoffreiche und faserarme Nahrung umstellen. Dadurch kann man das Risiko, erneut an Divertikulitis zu erkranken, vermindern. Mit Hilfe der Ernährung können die Divertikel nicht zurückgebildet werden. Jedoch ist es möglich, durch eine ballaststoffreiche Ernährung den Darminnendruck zu vermindern und so einer Entzündung der Divertikel vorzubeugen.
Hierzu sind vor allem folgende Nahrungsmittel geeignet:

  • Haferkleie und geschroteter Leinsamen – bei dem Verzehr dieser Produkte ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten
  • Vollkornprodukte wie Vollkornnudeln, Vollkornreis und Vollkornbrot aus gemahlenem Mehl, bei dem keine Körner mehr sichtbar sind
  • Obst, Gemüse, Salate
  • Joghurt und Buttermilch
  • Untersuchungen haben gezeigt, dass eine vegetarische Ernährung, das Risiko an Divertikulitis zu erkranken, verringert

Es ist wichtig darauf zu achten, keine Obstkerne zu verschlucken, da sie sich in den Divertikeln festsetzen können. Das Gleiche kann mit Nüssen oder Samen passieren. Deswegen sollte diese gut gekaut oder vorher gemahlen werden. Auch besteht die Möglichkeit, dass sich Pflanzenfasern dort absetzen und entzünden. Aus diesem Grund sollten faserreiche Lebensmittel gemieden werden wie:

  • grobkörniges Getreide in Vollkornbrot oder Müsli
  • faserige Teile von Gemüse
  • die Schalen von Beerenobst oder Steinobst
  • Ananas und Rahbarbar

Da Ballaststoffe im Darm quellen und Wasser binden, ist es wichtig, genügend zu trinken, um eine gute Verdauung zu haben. Stilles Mineralwasser und Kräutertees sind hier zu empfehlen. Verstopfung kann die Divertikelbildung begünstigen. Aus diesem Grund sollten man stopfende Lebensmittel nur in geringem Maße verzehren. Hierzu gehören u. a.: schwarzer Tee, Schokolade und Bananen.

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